Geben + Nehmen = Gesellschaft

Ein Gastbeitrag des Wahlpflichtfaches GGG / Klasse 7

Wir, die Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches „Gesellschaft gemeinsam gestalten“ (GGG) haben uns für das Erntedankfest der Evangelischen Schule Spandau in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht: drei Mitmachplakate, auf denen es ums Geben und Nehmen unter Menschen, also in der Gesellschaft ging. Wer wollte, durfte auf bunten Zetteln notieren, was er in den letzten zwölf Monaten Wichtiges oder Besonderes gegeben und genommen hat. Unsere Absicht war dabei, die Menschen zum Nachdenken über Geben und Nehmen in ihrem eigenen Leben zu bringen, denn weder etwas zu opfern noch beschenkt zu werden ist vollkommen selbstverständlich.

Am Stand mit unseren Plakaten gab es auch viele interessante Gespräche und Staunen über unsere Idee. Hier sind die Ergebnisse unserer Mitmachaktion:

In der Entstehungsphase auf dem Erntedankfest

Im GGG-Unterricht mit Herrn Cyprian werteten wir dann unsere Ergebnisse aus:

Am besten fand ich in der Gegeben-Hälfte unserer Plakate: „Ich gebe neue Schuhe für Obdachlose.“ Das finde ich sehr wichtig, da es viele obdachlose Menschen gibt, die nichts zu essen, zu trinken oder anzuziehen haben. Und egal bei welchem Wetter müssen die draußen bleiben. Mir gefällt auch „Ich behandle andere Menschen, wie ich selbst behandelt werden möchte.“ Dazu gehören z.B. zuzuhören, freundlich zu sein und Respekt zu haben. In der Genommen-Hälfte finde ich den „Besuch von Freunden im Krankenhaus“ am besten, da es wichtig ist, einander zu unterstützen, wenn es einem nicht gut geht. Ich vermisse auf den Plakaten, dass nicht noch mehr Leute Obdachlosen geholfen haben. Mein Gesamteindruck ist, dass die Plakate sehr gut wirken und viele wichtige Punkte genannt wurden, was anderen Menschen, die das lesen, sehr helfen kann. Ich glaube, andere denken über die Plakate, dass viele Leute anderen helfen, auch wenn es nur eine Kleinigkeit wie Müllraustragen ist. (Leon A.)

Auf der Genommen-Seite hat mir am besten gefallen: „Ich habe Geld von meiner besten Freundin leihen können“, weil mir meine beste Freundin oft geholfen hat und ich ihr auch. In einer Freundschaft halte ich das für sehr wichtig. Auf der Gegeben-Seite gefällt mir am besten: „Ich habe jemanden zum Sekretariat begleitet“, weil ich es mag, anderen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Auf den Plakaten fehlen mir noch mehr Zettel zum Thema Freundschaft, Freundschaft ist mir sehr wichtig. Ich glaube, dass die Leserinnen und Leser der Plakate nachgedacht haben, was sie anderen eigentlich gegeben und was sie von ihnen angenommen haben. Ich glaube, sie haben sich gut gefühlt, dass sie auch etwas gegeben und nicht nur genommen haben. (Elena Z.)

Auf der Gegeben-Seite unserer Plakate haben mir am besten die Beiträge „Ich gebe Schuhe an Obdachlose“ und „Ich behandle Leute, wie sie behandelt werden wollen“ gefallen, weil es auf der einen Seite nicht so viele Leute gibt, die Sachen an Obdachlose spenden, sondern auch weil es sehr wichtig ist, Leute so zu behandeln, wie sie es möchten. Auf der Genommen-Seite gefällt mir der Eintrag „Ich habe ein Danke von einem Schüler bekommen“, weil Schüler sich für den Unterricht meistens nicht bedanken. Ich denke, ein Eintrag wie „Mut geben“ fehlt auf den Plakaten, denn ohne Mut funktioniert in der Gesellschaft gar nichts. Ich persönlich finde, die Plakate sind sehr gut geworden, denn die Schreiberinnen und Schreiber haben die Idee sehr ernst genommen und mehr Zettel geschrieben, als ich erwartet habe. Aus den Plakaten kann man lernen, dass eine Gesellschaft nur funktioniert, wenn jeder mitarbeitet. Wenn man sich die Plakate ansieht, bekommt man das Gefühl, dass es doch nicht so viele schlechte Menschen gibt, wie man denkt. (Tobias K.)

Mein Lieblingszettel auf der Gegeben-Seite der Plakate lautet: „Ich habe meine Freundin zum Sekretariat gebracht.“ Ich habe das gewählt, weil ich es toll finde, wie sehr sich die Schreiberin um ihre Freundin kümmert. Auf der Genommen-Seite hat mir der Zettel mit dem Text „Mich hat eine Freundin im Krankenhaus besucht“ sehr gefallen, weil ich so etwas nicht selbstverständlich finde und das eine gute Geste einer tollen Freundin ist. Mir fehlt auf den Plakaten ein Zettel mit „Mut“, denn würden wir keinen Mut nehmen und geben, würden wir morgens gar nicht erst aufstehen können. Ich finde die Plakate sehr schön und auch das, was darauf geschrieben wurde. Ich glaube, auch die Leserinnen und Leser der Plakate denken, dass die Plakate schön sind und dass viele Leute für andere viel Gutes tun. (Mia W.)

Am besten hat mir der Zettel „Ganz viel Liebe gegeben“ gefallen, weil er zeigt, wie sehr diese Person ihre Familie liebt. Auf der Genommen-Seite finde ich „Viel Liebe, Mut und Hoffnung“ gut, weil all das wichtig fürs Leben ist. Es ist schön, so viele positive Dinge zu lesen! Ich glaube, die Leserinnen und Leser unserer Plakate sind mit einem guten Gefühl weitergegangen und mit dem Gedanken, dass die menschliche Gesellschaft etwas Gutes ist. (Dorothee O.)

Mir hat auf der Gegeben-Seite besonders der Zettel „Halt“ gefallen, denn Halt kann Menschen mit Problemen sehr helfen. Auf der Genommen-Seite hat mir „Neues Haus“ gefallen, weil ich finde, dass ein ganzes neues Haus ziemlich viel ist und viel bedeutet. Was ich vermisse, ist ein Zettel mit der Aufschrift „Hilfe“; es gab viele Zettel, die von etwas Gegebenem oder etwas Genommenem berichten, aber das Wort „Hilfe“ kommt einfach nicht vor. Ich finde es aber toll, dass Leute so vieles gegeben und genommen haben und dass sie sich damit gegenseitig helfen. Ich glaube, die Menschen haben sich vor unseren Plakaten gut gefühlt und sich daran erinnert, was sie anderen gegeben und dafür bekommen haben. (Mariana L.)

Auf der Gegeben-Seite habe ich mir den Zettel „Vertrauen“ ausgesucht. Es ist wichtig, Vertrauen zu haben, weil man sonst niemandem glauben könnte. Auf meinem Lieblingszettel von der Genommen-Seite habe ich „Einen Dank bekommen“ ausgesucht. Es ist wichtig, sich auch mal zu bedanken, denn man selbst erwartet ja dasselbe von anderen. Ich habe einen Zettel mit „Mut“ vermisst, denn es ist sehr wichtig, Mut zu haben. Ohne ihn macht das Leben doch gar keinen Spaß. Ich finde, die Plakate sind uns sehr gut gelungen. Ich denke, die Leserinnen und Leser unserer Plakate sind dankbar, dass sie etwas Neues gelernt haben und sie außerdem mit einem guten Gefühl weitergegangen sind. Sie haben etwas über Geben und Nehmen gelernt und dass man dankbar sein soll. (Leon H.)

An unseren Plakaten gefällt mir der Zettel „Ich habe von einer Freundin Geld bekommen“ sehr gut, weil man das auch von Freundinnen nicht unbedingt erwarten kann und die Schreiberin (der Schrift nach eine Frau oder ein Mädchen) des Zettels  – nachdem da nichts von einer Rückgabe steht – das Geld nicht einmal zurückgeben musste. Den Zettel auf der Gegeben-Seite „Für Freunde Bilder gemalt“ finde ich toll, weil diese Schreiberin wahrscheinlich gut malen kann und das mit anderen teilt. Sie malt für andere, obwohl es nicht selbstverständlich ist. Auf allen drei Plakaten vermisse ich teilweise bessere oder ausführlichere Formulierungen. Ich verstehe z.B. nicht ganz, was der Zettel „Freunde“ zu bedeuten hat. Insgesamt finde ich die Plakate toll, denn jeder konnte aufschreiben, was er wollte. Die Personen, die keine Zettel geschrieben und sich die Plakate nur angesehen haben, dachten sich vielleicht: „Oh, das habe ich auch gegeben und auch genommen“, oder sie dachten erstaunt: „Niemals, DAS doch nicht!“ Das finde ich echt schön. (Lea R.)

Ich fand auf der Genommen-Seite sehr toll, dass jemand geschrieben hat: „Ich habe vier Enkelkinder bekommen und darf das Leben genießen“ – denn andere haben dieses Glück nicht. Außerdem fand ich „Meine Mudder“ gut, weil nicht jeder eine Mutter hat. Insgesamt finde ich, dass auf den Plakaten eigentlich nichts fehlt. Ich glaube Menschen, die unsere Plakate lesen, denken und fühlen, dass jeder Mensch anders ist. (Malo M.)

Am besten fand ich auf der Gegeben-Seite, dass jemand geschrieben hat, dass er/sie anderen Menschen „Chancen gegeben“ hat. Ich finde das von diesem Menschen sehr nett. Auf der Genommen-Seite fand ich am besten die „Freunde, die ich immer besuchen kann“, weil Freundschaft für jeden Menschen wichtig ist. Ich vermisse, dass jemand neben der „Mudder“, für die er sich bedankt, auch jemand anders seinen „Vadder“ erwähnt, denn auch ein Vater kann sehr wichtig sein. Mein Gesamteindruck ist, dass die Idee mit den Geben-und-nehmen-Plakaten gut war, denn so etwas bringt die Gesellschaft zusammen. Die anderen Leserinnen und Leser haben wahrscheinlich gelernt, dass Gesellschaft viel mit Nettigkeit zu tun hat. (Moritz D.)

Ich habe mir von „Gegeben“ den Zettel ausgesucht, auf den eine Person geschrieben hat, dass sie Leuten, die nicht mehr an sich geglaubt haben, Zuversicht gegeben und ihnen geholfen hat. Ich habe ihn gewählt, weil ich finde, dass man Leuten helfen soll, wenn es ihnen nicht gut geht, egal, um wen es geht, und dass man für jeden da sein sollte. Auf der Genommen-Seite ist mein Lieblingszettel, dass jemand Liebe und Dankbarkeit bekommen hat. Ich habe diesen Zettel gewählt, weil ich glaube, dass jeder Mensch Liebe braucht und dass die helfende Person dafür Dankbarkeit zurückbekommen hat. Auf den Plakaten fehlt mir „Mut“, weil man Mut schon braucht, um aus dem Bett zu kommen oder Dinge zu tun, von denen andere glauben, dass sie einfach sind. Mein Eindruck von den Plakaten ist, dass die Zettel sehr unterschiedlich waren und sehr viele Leute dankbar waren. Auch die Leute, die lesend vor den Plakaten stehen, fühlen vielleicht Freude und Dankbarkeit. (Paulina)

Ähnliche Beiträge