Flashmob der Ev. Schule Spandau vor dem Brandenburger Tor am 1. Juli 2014

 

„I am Jonny - keine Gewalt!“

...so lautete der Schlachtruf, den weit über 200 Jugendliche laut, selbstbewusst und überzeugend zum Ende des Anti-Gewalt-Flashmobs skandierten. Alle acht Klassen unserer Sekundarschule sowie die Klasse 6b beteiligten sich an dieser beeindruckenden Aktion. Sie erhielten tatkräftige Unterstützung von anderen Gymnasien und Sekundarschulen, die teilweise als gesamte Klasse ihren „Wandertag“ zu diesem Event gemacht hatten.

Dem „I am Jonny - keine Gewalt-Ruf“ war folgendes Geschehen voraus gegangen:

Zu Beginn des Flashmobs hörte man auf dem Pariser Platz mehrere Schreie vermeintlicher Opfer; sie wurden jeweils plötzlich von mehreren anderen Jugendlichen bedrängt, geschubst, getreten, geschlagen, gewürgt... Diese Positionen wurden sofort von den Protagonisten im „freeze“ gehalten. Die „zufällig“ am Ort des Geschehens anwesenden Jugendlichen registrierten zwar die Situation, drehten sich dann jedoch demonstrativ weg, hielten sich die Augen zu oder setzten sich eine Papiertüte auf den Kopf und bekundeten damit sehr offensichtlich ihr demonstratives Nicht-hinsehen-Wollen. Auch sie verharrten bewegungslos in dieser Haltung. Dann stellten sich vereinzelt Schüler/innen mit Plakaten dazu, auf denen u.a. zu lesen war: „Wohin siehst du?“/ „Sieh nicht weg!“.

Plötzlich breitete sich auf dem gesamten Pariser Platz eine unglaubliche Stille und Konzentration aus. Die Touristengruppen, die üblicherweise das Brandenburger Tor fotografierten und nun auch wegen der WM-Fanmeile verstärkt auf dem Platz herumflanierten, fotografierten nun Papiertüten-tragende Jugendliche eines Anti-Gewalt-Flashmobs. Hier und da hörte man leise und angeregte Gespräche; eine offensichtlich auf Klassenreise befindliche Schülergruppe diskutierte leise über den Sinn der Aktion und einigen dämmerte es dann offensichtlich recht schnell, dass dies hier kein „Spaß-Flashmob“ sei. Eine englischsprachige Touristengruppe bekam von ihrem Guide eloquent erklärt, worum es sich bei dieser Aktion handele. Andere zufällig am Ort befindliche Passanten verharrten oft minutenlang selbst nachdenklich beim Anblick dieser Szenarien. Besonders beeindruckend war, dass sich uns fremde Jugendliche vereinzelt spontan dem Flashmob anschlossen und ebenfalls plötzlich in abwehrenden Haltungen einfroren.

Nach zehnminütiger Stille hörte man unvermittelt laute Stopp-Rufe. Die vermeintlichen Opfer wurden tatkräftig von beherzten Schülern befreit, alle rissen sich die Papiertüten vom Kopf und manche öffneten den Reißverschluss ihrer Jacken, unter denen das „I am Jonny-T-shirt“ zum Vorschein kam. Dann folgte der oben zitierte Schlachtruf und eine bewegende Ansprache von Tina K., der Schwester des Ermordeten. Sichtlich gerührt bedankte sie sich für diese gelungene Aktion und drückte den Schülern und Schülerinnen gegenüber ihren Respekt aus. Sie ermutigte die Jugendlichen auf eindringliche Weise, sich weiter auf dem Weg der Gewaltlosigkeit zu engagieren.

Ein großer Applaus beendete diese überwältigende Aktion.

Folgende Kommentare einiger Schüler/innen können vermutlich noch besser verdeutlichen, was dieser Tag in ihnen auslöste:

„Ich fand es total gut, dass sooo viele Leute vor Ort waren.“

„Genial, es war überwältigend!“

„Ich fand es merkwürdig; du stehst dort wie eingefroren und wartest. Alle Fremden laufen um dich herum, reden über den Flashmob, über dich und du stehst dort und wartest, wartest und wartest... Im Video sah das aber richtig cool aus!“

„Pure Stille!“

„Ich hatte zuerst ein bisschen Angst, weil es plötzlich so still wurde und ich merkte, dass die Leute um uns herum gegangen sind.“

„Ich fand es gut, dass es plötzlich so leise wurde, dass man nur noch das Plätschern des Springbrunnens hörte... und dass wir von allen respektiert wurden.“

„Ich fand den Flashmob ganz toll. Es war ein bisschen komisch, weil ich ein „Opfer“ war und viele Touristen an mir vorbei liefen, ohne dass ich richtig sehen konnte, was sie machten. Es war für mich kein bisschen anstrengend, zehn Minuten still zu sein, sich nicht zu bewegen. Es war eine tolle Erfahrung. Ich fände es toll, es nächstes Jahr wieder zu machen.“

„Ich dachte zuerst, dass das nichts wird, weil wir in den Proben kaum länger stehen bleiben konnten, ohne zu wackeln. Als es aber dann am Brandenburger Tor ernst wurde und wir gesehen haben, wie viele Leute da waren... - das war schon krass!!! Als es dann endlich losging und ALLE STILL standen, kamen immer mehr Leute und fotografierten oder ließen sich erklären, warum wir das machten. (...) Die Ansprache von Tina K. hat mich emotional berührt. Alles in allem war es ein sehr gelungener Flashmob.“

„Wahnsinn, wie viele Leute da waren und verstanden haben, was wir da machen! Wahnsinn, dass wir es bis ins Fernsehen geschafft haben!“

„Ich fand den Flashmob gut, weil er gegen Gewalt war und gegen Gewalt helfen kann - wir sind mutiger geworden.“

Diesem überwältigenden Fazit können wir uns nur anschließen. Auch wenn es in der teilweise anstrengenden Vorbereitungszeit manchmal „wackelte“, waren die Schüler/innen unserer Schule während dieser Aktion einfach großartig. Ihnen gilt ein dickes Lob für diese tolle Aktion mit überwältigenden Auswirkungen -  dem Flashmob, der alle Beteiligten und Zuschauenden „flasht“!

 

Anke Bruske und Dunja Fuchs

 

P.S. Dass wir es tatsächlich ins Fernsehen geschafft haben, ist wirklich ein besonderes „Extra-Bonbon“, über das wir uns sehr freuen - der rbb sendete am Abend einen kurzen Beitrag über unsere Aktion.

 

 

Bouncer Cup 2014

Am 27.02. und 06.03. fanden traditionsgemäß die Bouncer Turniere der Grund- und Oberschule statt.

Bouncercup Sieger der Mädchen:                       Bouncercup Sieger der Jungen:

Grundschule: 6b                                               Grundschule: 6a
Oberschule: 9b                                                 Oberschule: 9a

Die gesamten Spielergebnisse der Download LinkGrundschule | der Download LinkOberschule findest du hier.

Die Sieger der Grundschule...

...und der Oberschule

 zur Startseite

TÜV Rheinland Projekt 2013 - Die Werkstatttage

Die zweite Phase des TÜV Rheinland Projektes der 8. Klassen ist angelaufen. Nach der Potentialanalyse Ende Oktober arbeiten die Schüler und Schülerinnen nunmehr in den Werkstätten an konkreten Aufgabenstellungen. So wird im Metall- und Holzbereich gesägt, gestanzt, gefeilt und geschliffen. Im Garten- und Landschaftsbau werden Weihnachtskränze und Figuren aus Stein hergestellt. Der Bereich Wirtschaft erkundet alles rund um das Büro. Dazu werden Aufgaben im Büro aber auch typische Möbel und Gegenstände benannt und besprochen, sowie per Internetrecherche ein Kostenplan zum Thema Büroausstattung erstellt. Herr Knigge, die verschiedenen Weingläser, Bestecke und die Anordnungen all derer am Tisch sind einige Inhalte des Bereichs Küche und Service. Am Ende der drei Tage werden die Teilnehmer ein gemeinsames Kaffeetrinken organisieren und durchführen. Wir sind gespannt!


Hier finden Sie weitere Bilder zum Projekt.

"I am Jonny!"

Schüler an der Gedenktafel am Alex

 

“I Am Jonny” – für ein friedliches Miteinander - die Ev. Schule Spandau ist dabei!

Alle Bilder finden Sie auf unserem Blog EviSAgram oder unserer Facebookseite!

Rein schauen und dabei sein!